Spam und Phishing

Spam sind massenhaft verschickte, unerwünschte Nachrichten. Gefährlich wird er als Phishing, mit dem Kriminelle Zugangs- und Zahlungsdaten abgreifen, oder als Träger von Schadsoftware im Anhang. Prüf deshalb die echte Absenderadresse, klick keine Links in unerwarteten Nachrichten an und öffne keine Anhänge, die du nicht erwartest.

Ein überquellender alter Metallbriefkasten am Gartentor voller unbeschrifteter Umschläge und Prospekte im Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Spam ist der Sammelbegriff für massenhaft versandte, unerwünschte E-Mails, elektronische Kettenbriefe und Werbeposts in sozialen Netzwerken [2]. Laut BSI besteht mehr als die Hälfte des weltweiten E-Mail-Aufkommens aus Spam, ein Großteil davon ist lästige, aber harmlose Werbung [1]. Einige Spam-Arten sind gefährlich. Die Polizei nennt Spam ein Einfallstor für Online-Betrug, weil Kriminelle damit Millionen Menschen gleichzeitig erreichen [3].

Phishing und gefährliche Mails erkennen

Beim Phishing verschicken Kriminelle gefälschte E-Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten, die von Bank, Onlineshop, Behörde, Paketdienst oder sogar von Bekannten zu kommen scheinen. Ein Link führt auf eine nachgebaute Seite, auf der du Zugangs-, Adress- oder Zahlungsdaten eingeben sollst [4]. Fast immer bauen die Täter Druck auf, zum Beispiel mit einer angeblichen Kontosperre [4]. Rechtschreibfehler sind laut BSI nur noch selten ein eindeutiger Hinweis, auch gut formulierte Mails können Phishing sein [5]. Verseuchte Anhänge sind nach Angaben des BSI nach wie vor der häufigste Verbreitungsweg für Schadprogramme [1].

Die Polizei rät, die E-Mail-Adresse hinter dem angezeigten Namen zu prüfen. Ist sie kryptisch oder fehlt die richtige Domain des Unternehmens, ist es sehr wahrscheinlich Betrug [3]. Eine einzelne Nachricht kannst du mit dem Werkzeug Verdächtige Nachricht prüfen durchgehen.

Vorschussbetrug und Falschmeldungen

Neben Phishing nennt das BSI zwei weitere häufige Spam-Formen. Scam-Mails, auch Vorschussbetrug genannt, versprechen den schnellen Weg zum großen Geld, wenn du vorher einen kleinen Betrag zahlst, etwa für angebliche Anwaltsgebühren [2]. Die Polizei beschreibt den angeblichen Anwalt oder Prinzen, der dir einen Teil eines Millionenerbes verspricht. Zahlst du die Gebühr, folgen neue Vorwände für weitere Zahlungen oder Funkstille [3]. Hoax-Mails sind Falschmeldungen oder schlechte Scherze, oft mit der Bitte, sie weiterzuleiten. Das BSI rät, solche Kettenbriefe weder per E-Mail noch in sozialen Netzwerken oder Messengern weiterzugeben [1, 2].

Spam loswerden und melden

Antworte nicht auf Spam. Damit bestätigst du nur, dass deine Adresse erreichbar ist, und bekommst noch mehr davon [3]. Spam-Versender sammeln Adressen laut BSI mit Programmen, die Websites durchsuchen, bilden sie aus häufigen Kombinationen wie info@ oder kaufen sie im Adresshandel [2]. Eine verdächtige Mail im Namen deiner Bank meldest du laut Polizei am besten der Bank selbst, oft gibt es dafür eigene Phishing-Meldestellen. Danach löschst du die Nachricht und warnst Freunde und Familie [4]. Wenn du eine Firmendomain betreibst, findest du unter SPF, DKIM und DMARC im Zusammenspiel, wie du deine Absenderadresse gegen Fälschung schützt.

Eine Hand wirft ein zerknülltes leeres Blatt in einen Papierkorb aus Weide neben einem aufgeräumten Schreibtisch
Bild: KI-generiert

Schon geklickt?

Hast du auf einen Link geklickt und Daten eingegeben, ändere sofort dein Passwort und nimm Kontakt mit der Bank oder dem Betreiber der echten Website auf [4]. Sind Karte oder Online-Banking betroffen, sperrst du sie rund um die Uhr über den Sperr-Notruf 116 116 [6]. Was danach kommt, beschreibt Auf einen Phishing-Link geklickt: was jetzt zu tun ist, die Reihenfolge aller Schritte der Notfallplan nach Betrug.

  1. Behörde Spam, Phishing und Co. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  2. Behörde Spam: zwielichtige E-Mails und Falschmeldungen. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Behörde Online-Betrug: Spam. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Behörde Online-Betrug: Phishing. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  5. Behörde Wie erkenne ich Phishing-E-Mails und -Webseiten?. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation Sperr-Notruf 116 116. Sperr-Notruf 116 116 e.V.. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026

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