Betrug im Internet

Internetbetrug ist der Sammelbegriff für Betrugsmaschen, bei denen Täter das Netz nutzen, etwa Fake-Shops, falsche Angebote auf Kleinanzeigen, Anlagebetrug über Trading-Plattformen oder Liebesbetrug in sozialen Netzwerken. 2025 wurde mehr als die Hälfte aller erfassten Betrugsfälle über das Internet begangen. Die Ratgeber in diesem Bereich erklären die Maschen einzeln.

Eine Frau in den Sechzigern sitzt mit dem Smartphone auf dem Sofa, neben ihr ein Karton nur mit zerknülltem Papier
Bild: KI-generiert

Mehr als jeder zweite erfasste Betrug in Deutschland läuft über das Netz. Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2025 52,3 Prozent der erfassten Betrugsfälle unter Nutzung des Internets begangen, im Jahr davor waren es 55,3 Prozent [1]. Größte Einzelgruppe war der Waren- und Warenkreditbetrug mit 194.466 Fällen [1]. Viele Täter sitzen im Ausland: Zusätzlich zu den 681.354 Fällen mit Tatverdächtigen im Inland zählte das Bundeskriminalamt 549.385 Betrugsfälle, die vom Ausland aus begangen wurden und in Deutschland Schaden anrichteten [1].

Die Polizei beschreibt eine kaum überschaubare Zahl von Maschen, die sich ständig weiterentwickeln. Auf ihrer Liste stehen neben Fake-Shops und Phishing auch weniger bekannte Formen wie der Dreiecksbetrug, falsche Kundenservices und Betrug mit Deepfakes [2]. Für alle empfiehlt sie eine einfache Regel: Stoppen, Hinterfragen, Schützen [2].

Einkaufen und Verkaufen

Beim Onlinekauf geht es meist um Ware, die nie ankommt, oder um gefälschte Zahlungsbelege. Diese Ratgeber erklären die häufigsten Fälle:

Eine leere Haustürschwelle mit Fußmatte ohne Paket, im Hintergrund fährt unscharf ein Lieferwagen davon
Bild: KI-generiert

Ob ein Shop schon aufgefallen ist, kannst du mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen prüfen. Er zeigt eine Ampel und ersetzt keine eigene Prüfung, weil Betreiber ihre Adressen oft wechseln [3]. Eigene Prüfschritte bietet das Werkzeug Online-Shop prüfen.

Geld, Konto und Anlage

Hier geht es um höhere Beträge. Täter locken mit Renditen, greifen Zugangsdaten ab oder nutzen fremde Konten, um Beute weiterzuleiten.

Wie groß dieser Bereich ist, zeigt die Statistik: 2025 erfasste die Polizei 96.383 Fälle von Betrug und Computerbetrug mit rechtswidrig erlangten unbaren Zahlungsmitteln, also etwa mit fremden Kartendaten, 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Daneben weist die Statistik insgesamt 103.721 Fälle von Computerbetrug aus; beide Gruppen überschneiden sich zum Teil [1]. Wie das Strafgesetzbuch solche Taten einordnet, erklärt Betrug und verwandte Straftaten im Strafgesetzbuch.

Gefühle, Gewinne und Identität

Manche Maschen setzen auf Vertrauen oder Vorfreude statt auf ein Schnäppchen. Beim Romance Scam bauen Täter über Wochen eine Beziehung auf, bei Gewinnspielen verlangen sie Gebühren für einen Preis, den es nicht gibt. Mit gestohlenen Daten schließen sie Verträge auf fremden Namen ab.

Viele dieser Taten beginnen mit einer Mail oder SMS. Wie du solche Nachrichten erkennst, steht im Bereich Spam und Phishing.

Wenn es schon passiert ist

Hast du gezahlt oder Daten eingegeben, zählt die Zeit. Karten und Online-Banking sperrst du rund um die Uhr über den Sperr-Notruf 116 116 [4]. Danach informierst du deine Bank, sicherst Belege und erstattest Anzeige. Die Schritte in der richtigen Reihenfolge zeigt der Notfallplan nach Betrug, die rechtlichen Fragen beantwortet der Bereich Hilfe und Recht nach Betrug.

  1. Behörde Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025, Ausgewählte Zahlen im Überblick (IMK-Bericht), Seiten 30, 31 und 36. Bundeskriminalamt. Stand April 2026. abgerufen am 29.10.2026
  2. Behörde Online-Betrug: Häufige Maschen. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Fakeshop-Finder: Prüfen Sie, ob ein Online-Shop seriös ist. Verbraucherzentralen, verbraucherzentrale.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Sperr-Notruf 116 116. Sperr-Notruf 116 116 e.V.. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026

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