Schutz vor Betrug

Vor Betrug schützt vor allem, die typischen Warnzeichen zu kennen: Zeitdruck, falsche Autorität, starke Gefühle und ungewöhnliche Zahlungswege. Dazu kommen sichere Passwörter mit Anmeldung in zwei Schritten und Zahlungsarten mit Käuferschutz. Die Ratgeber und Werkzeuge in diesem Bereich zeigen, wie das im Alltag geht.

Eine Haustür mit vorgelegter Türkette und Türspion, daneben im Flur eine Holzkommode im warmen Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Oft müssen Täter keine Technik knacken. Sie bringen ihr Opfer dazu, selbst zu zahlen, Zugangsdaten herauszugeben oder Schadsoftware zu installieren. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nennt diese Methode Social Engineering. Sie nutzt Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Angst und Respekt vor Autorität aus [2]. Wie groß das Problem ist, zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik: 2025 erfasste die Polizei 681.354 Betrugsfälle mit Tatverdächtigen im Inland, 52,3 Prozent davon unter Nutzung des Internets [1]. Dazu kamen 549.385 Fälle, die vom Ausland aus begangen wurden [1].

Die Polizei fasst ihren Rat in der Regel Stoppen, Hinterfragen, Schützen zusammen. Halte vor einer Zahlung inne, prüf Angebot und Anbieter und zahl möglichst mit Käuferschutz [3].

Betrug erkennen

Wer die Warnzeichen kennt, erkennt auch Maschen, von denen er noch nie gehört hat. Diese Ratgeber erklären die Muster und die psychologischen Tricks dahinter:

Eine verdächtige Mail, SMS oder Messenger-Nachricht kannst du Schritt für Schritt mit dem Werkzeug Verdächtige Nachricht prüfen durchgehen. Beim Onlinekauf hilft Online-Shop prüfen. Ob ein Shop schon aufgefallen ist, zeigt außerdem der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale [3].

Eine einfache Gewohnheit hilft gegen viele Maschen: der Rückruf. Prüf eine verdächtige Nachricht über einen Rückruf beim angeblichen Absender [2]. Nimm dafür eine Nummer, die du selbst kennst oder herausgesucht hast, und nicht die aus der Nachricht [2, 4]. Gegen Schockanrufe empfiehlt die Polizei, in der Familie ein Kennwort zu vereinbaren und bei verdächtigen Anrufen selbst die 110 zu wählen [6]. Wie Täter am Telefon vorgehen, beschreibt der Bereich Betrug am Telefon und an der Haustür.

Konten und Zahlungen absichern

Viele Betrugsfälle zielen auf Zugangsdaten und Zahlungsmittel. 2025 registrierte die Polizei 96.383 Fälle von Betrug mit rechtswidrig erlangten unbaren Zahlungsmitteln, etwa fremden Kartendaten, 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr [1]. Seriöse Banken und Firmen fragen nicht per Telefon oder E-Mail nach Passwörtern oder Kontoinformationen [2]. Für Messenger empfiehlt die Polizei eine persönliche PIN beziehungsweise die Verifizierung in zwei Schritten [4]. Wirst du nach einer TAN gefragt, ohne selbst eine Zahlung ausgelöst zu haben, ist das nach Angaben des BSI ein klares Indiz für eine gefälschte Seite [7].

Ein Vorhängeschloss liegt auf einem zugeklappten Laptop, daneben eine umgedrehte Bankkarte auf einem Holzschreibtisch
Bild: KI-generiert

Wie Täter mit gefälschten Mails an Daten kommen, erklärt der Bereich Spam und Phishing.

Wenn doch etwas passiert

Auch wer vorsichtig ist, kann auf eine gut gemachte Masche hereinfallen. Dann zählt die Zeit. Karten, Online-Banking und die Online-Funktion des Personalausweises sperrst du rund um die Uhr über den Sperr-Notruf 116 116 [5]. Bei Betrugsverdacht rät die Polizei, sofort Bank oder Zahlungsdienst wegen einer möglichen Rückbuchung zu kontaktieren und Anzeige zu erstatten [3]. Die Schritte in der richtigen Reihenfolge zeigt der Notfallplan nach Betrug, alles Weitere der Bereich Hilfe und Recht nach Betrug.

  1. Behörde Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025, Ausgewählte Zahlen im Überblick (IMK-Bericht), Seiten 30 und 31. Bundeskriminalamt. Stand 24.04.2026. abgerufen am 29.10.2026
  2. Behörde Social Engineering: der Mensch als Schwachstelle. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Behörde Fake-Shops. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Behörde Messenger-Betrug. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation Sperr-Notruf 116 116. Sperr-Notruf 116 116 e.V.. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  6. Behörde Schockanrufe. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  7. Behörde Wie erkenne ich Phishing in E-Mails und auf Webseiten?. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026

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