Schutz vor BetrugWerkzeug
Online-Shop prüfen: Punkt für Punkt zum sicheren Einkauf
Ob ein Onlineshop seriös ist, erkennst du an mehreren Merkmalen zusammen: vollständiges Impressum, erreichbarer Kontakt, mehrere Zahlungsarten bis zum Schluss, realistische Preise und klickbare Gütesiegel. Kommen mehrere Warnzeichen zusammen, etwa nur Vorkasse und eine sehr junge Domain, bestell lieber nicht. Eine zweite Einschätzung gibt der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale.
Werkzeug
Online-Shop prüfen
Klick zu jedem Punkt an, was du im Shop gefunden hast. Das Werkzeug zählt die Warnzeichen und zeigt, bei welchen Punkten sie auftraten.
Im Fakeshop-Finder prüfen (öffnet verbraucherzentrale.de in einem neuen Tab) Öffnet die Seite der Verbraucherzentrale. Die Adresse gibst du dort selbst ein, dieses Werkzeug übergibt sie nicht.
Internetadresse und Domain
Impressum und Kontakt
Zahlung, Preise und Bestellknopf
Gütesiegel, AGB und Bewertungen
Deine Antworten und die Adresse bleiben in deinem Browser auf diesem Gerät und werden nicht übertragen. "Zurücksetzen" löscht sie wieder.

Das Werkzeug geht mit dir die Merkmale durch, an denen Polizei, BSI und Verbraucherzentrale gefälschte Onlineshops erkennen. Zu jedem Punkt klickst du an, was du im Shop gefunden hast: Internetadresse, Domainalter, Impressum, Kontakt, Zahlungsarten, Preise, Gütesiegel und Bewertungen. Am Ende siehst du, wie viele Warnzeichen zusammenkommen und bei welchen Punkten sie auftraten. Ein einzelnes Warnzeichen macht einen Shop noch nicht zum Fakeshop. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass nicht jeder besonders günstige Shop ein Fakeshop ist [3]. Deine Antworten bleiben in deinem Browser und werden nicht übertragen.
Internetadresse und Alter der Domain
Prüf zuerst die Adresse in der Adresszeile. Ungereimtheiten bei einer eigentlich bekannten Adresse sind ein Warnzeichen, etwa eine zusätzliche Endung wie ".de.com". Skeptisch solltest du auch werden, wenn die Adresse nicht zum Angebot passt, zum Beispiel Schuhe unter einer Adresse zum Thema Pflanzen [3]. Das BSI nennt außerdem Adressen, die sich auf eine bekannte Marke beziehen [4]. Das Schloss und "https://" in der Adresszeile zeigen nur eine verschlüsselte Verbindung, und die nutzen laut BSI auch Fakeshops immer öfter [4].
Wie lange eine Domain schon besteht, zeigt der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale in drei Stufen an: bis zu 6 Monate, 6 Monate bis 2 Jahre und ab 2 Jahre [2]. Eine kurze Laufzeit ist nach ihren Angaben nicht unbedingt ein Zeichen für einen unseriösen Shop. Fakeshops werden aber häufig gelöscht und unter anderen Domains wieder in Betrieb genommen und haben deshalb sehr häufig kurze Laufzeiten [2]. Auch geänderte Domaininformationen sind für sich allein kein Warnzeichen, denn seriöse Shops ändern sie etwa bei einer neuen Adresse oder Firmierung [2]. Wie du selbst nachsiehst, wann eine Domain registriert wurde und wem sie gehört, erklärt Whois-Abfrage: wem gehört eine Domain?.
Impressum und Kontakt
Geschäftsmäßige Online-Angebote müssen nach § 5 DDG unter anderem Namen und Anschrift nennen, bei juristischen Personen auch Rechtsform und Vertretungsberechtigte, dazu eine E-Mail-Adresse und, falls vorhanden, Handelsregister und Registernummer. Diese Angaben müssen leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein [6]. Ein fehlendes Impressum ist für die Verbraucherzentrale immer ein No-Go [3]. Die Pflicht gilt nach ihren Angaben auch für ausländische Shops, die sich mit einer deutschsprachigen Seite an den deutschen Markt richten [2].

Ein vorhandenes Impressum kannst du selbst prüfen. Die Verbraucherzentrale schlägt vor, die Adresse bei einem Kartendienst zu suchen und zu schauen, ob die Firma dort unter dieser Adresse zu finden ist [1]. Laut BSI ist es ein Indiz für einen Fakeshop, wenn die Adresse zwar stimmt, die Firma nach einer Internetrecherche dort aber nicht zu finden ist [4]. Ein seriöser Shop nennt Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Eine kostenpflichtige Telefonnummer im Ausland, ein Postfach oder nur ein Kontaktformular zählt das BSI zu den Warnzeichen [4].
Zahlungsarten, Preise und Bestellknopf
Schau, welche Zahlungsarten am Ende wirklich übrig bleiben. Typisch für Fakeshops ist, dass bis zum letzten Bestellschritt mehrere Zahlungsarten angezeigt werden und bei der Bestellung nur noch Vorkasse per Überweisung möglich ist [3, 4]. Die Verbraucherzentralen empfehlen, bei unbekannten Shops nicht in Vorkasse zu gehen [2]. Die Polizei rät, niemals Geld per Vorkasse an Unbekannte zu überweisen, und nennt Kreditkarte und Rechnungskauf als sichere Bezahlmethoden [7]. Welche Zahlungsart dir im Streitfall welchen Schutz gibt, steht unter Sicher online bezahlen.
Vergleiche den Preis mit anderen Anbietern und dem Händler vor Ort, denn Betrüger locken laut Polizei mit niedrigen Preisen [5]. Häufen sich in einem Shop auffallend niedrige Angebote, solltest du genauer hinsehen [3]. Versand-, Rücksende- und Zusatzkosten führt ein seriöser Shop transparent auf [4]. Auch der Bestellknopf verrät etwas: Er ist mit "Zahlungspflichtig bestellen" oder einer anderen eindeutigen Formulierung wie "Jetzt kaufen" beschriftet. Unklare Begriffe wie "Anmelden", "Abschließen" oder "Bestellen" sind laut BSI nicht zulässig und ein Indiz für einen Fakeshop [4].
Gütesiegel, AGB und Bewertungen
Klick auf jedes Gütesiegel. Es sollte auf ein Zertifikat beim Siegelbetreiber verlinken, ohne diesen Link dürfte es sich um eine Fälschung handeln [3]. Bei Fakeshops sind die Siegel laut BSI oft nicht klickbar oder erfunden [4]. Fehlen die AGB ganz oder kommen sie in schlechtem Deutsch aus einem Übersetzungsprogramm daher, rät die Verbraucherzentrale, lieber nichts zu bestellen [3].

Verlass dich nicht nur auf Bewertungen im Shop selbst. Häufen sich dort Lobeshymnen, während Bewertungen an anderer Stelle stark abweichen, kann das ein zusätzliches Indiz für einen Fakeshop sein [3]. Die Polizei rät, den Namen des Shops in eine Suchmaschine einzugeben und in Foren nach negativen Erfahrungen anderer Kunden zu suchen [5].
Fakeshop-Finder und Ergebnis
Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale prüft eine eingegebene Shopadresse automatisch auf Merkmale von Fakeshops und zeigt das Ergebnis als Ampel [1]. Grün heißt, die Adresse steht auf einer Liste mit Shops, die bisher nicht negativ aufgefallen sind. Gelb heißt, der Shop steht weder auf einer Fakeshop-Liste noch auf einer solchen Positivliste, und mindestens ein Merkmal wird so verwendet wie häufig bei Fakeshops. Rot heißt, der Shop kann schon als Fakeshop aufgefallen sein [1]. Auch bei Grün rät die Verbraucherzentrale, eine sichere Zahlungsart zu wählen [1]. Den Fakeshop-Finder erreichst du auf verbraucherzentrale.de.
Bleibt danach ein Zweifel, kauf besser woanders. Die Polizei rät, bei Unsicherheit gar nicht im gewählten Shop zu kaufen [5]. Hast du schon überwiesen, ruf sofort deine Bank an und frag, ob sich die Zahlung noch stoppen lässt. Sichere Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und einen Screenshot des Angebots [3]. Die nächsten Schritte zeigt der Notfallplan nach Betrug, die Warnzeichen im Detail erklärt Fake-Shops erkennen.
- Organisation Fakeshop-Finder: Ist dieser Online-Shop seriös?. Verbraucherzentrale Bundesverband. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Fakeshop-Glossar. Verbraucherzentrale Bundesverband. Stand 23.10.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Abzocke online: Wie erkenne ich Fakeshops im Internet?. Verbraucherzentrale Bundesverband. Stand 11.06.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Behörde Woran erkenne ich sichere Onlineshops?. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Behörde Fake-Shops: Beim Onlinekauf immer misstrauisch sein. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Gesetz § 5 DDG: Allgemeine Informationspflichten. Bundesministerium der Justiz. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Behörde Online-Betrug: Vorkassebetrug. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 30.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

